Cottbus-Görlitz-Cottbus, 4. Lauf Lausitzcup 2014

Am gestrigen Sonntag fand ausgerichtet vom RK Endspurt 09 Cottbus das längste Jedermann-Radrennen Deutschlands statt. An diese Mammutrenndistanz wagten sich neben etwa 70 weiteren Sportlern die vier furchtlosen Peitzer Patte, Stefan, Tom und Tim. Angesichts der rund 180 bevorstehenden Kilometer auf den Landstraßen zwischen Ober- und Niederlausitz war es dem Fahrerfeld nicht zu verdenken, dass zunächst keine ernsthaften Attacken erfolgten. Die erste schnelle Rennphase gab es bei Kilometer 60 in Rietschen, als es um eine Sprintwertung ging. Das dumme an dieser Situation waren die geschlossenen Schranken 1000 Meter vorher, die Patte und Tim zum Unmut der Anwohner als Gelegenheit zum Wasserlassen nutzten, wobei sie sich ein wenig zu viel Zeit ließen und deshalb leicht laktatisiert den Anschluss ans nicht langsame Hauptfeld wiederfanden. Den zweiten Zwischensprint und auch die beiden Schwunghügel auf der Wendeschleife zwischen Wiesa und Kodersdorf überstanden alle 4 Easy-Tourer ohne weitere Probleme, obwohl hier bei Kilometer 90 die ersten ernst gemeinten Attacken aus dem Feld heraus lanciert wurden. Kurz hinter der Verpflegungsstation am Ortsausgang Kodersdorf verabschiedete sich dann die entscheidende Gruppe in Form von Jörn Reuß (Rockefeller Cycling Team), Carsten Niemann (Shop 4 Cross) und Matthias Reinfried (Picardellics Dresden). An dieser Stelle waren es noch 80 km bis zum Ziel!!! Es dauerte nun einige Zeit, bis sich die Görlitzer um den Mann im grünen Trikot formiert hatten die schnell wachsende Lücke zum Führungstrio wieder zu schließen. Allerdings blieb es nur bei dem Versuch, da schon nach wenigen Kilometern gegen den aufgefrischten Wind, der in der ersten Rennhälfte keine Rolle spielte, die Mannschaftsstärke nicht mehr ausreichte. In der Folge übernahm wieder das Rockefeller Team die Regie unter Assistenz einiger Picardellics, die so das Feld zu kontrollieren versuchten und den Vorsprung ihrer Teamkollegen verwalteten. Die Peitzer mussten ihren ersten personellen Verlust 40 km vor dem Ziel beklagen, als Stefan aufgrund eines zu starken Antritts aus einer Schikane heraus sein „Hinterrad komplett ausspeichte“ (die von ihm für diese Situation gefundene Metapher in Anlehnung an krampfgeplagte untere Extremitäten). Die verbliebenen drei Peitzer Akteure griffen wie in der Taktikbesprechung ausgelobt 25 km vor der Zielankunft ins Renngeschehen ein, als man sich der Kopfsteinpflasterpassage am Ortsausgang von Bagenz näherte. Alle drei konnten sich vorher an vorderster Front positionieren und die Attacken der Konkurrenz, allen voran Dirk Wettengel (Gesamtführender in der Cup-Wertung U40), mitgehen. Das Hauptfeld blieb allerdings abgesehen von den drei Enteilten geschlossen bis es auf die Zielgerade einbog, Hier wusste sich Patte aussichtsreich am Hinterrad des Gesamtführenden zu positionieren. Auch Tom und Tim lagen noch vielversprechend unter den ersten 15 Fahrern. Eine Welle im Feld führte zur Einbuße der guten Ausgangssituation für Patte und Tom. Tim jedoch hatte Glück und fand sich nun seinerseits am Hinterrad des weißen Trikots wieder. Bei 200 m wurde dann der Zielsprint vollends eröffnet und auf Gesamtrang 9 durch Tim beendet. Patte spurtete als 22. über die Linie und Tom auf Position 40. Auch der Speichenlose konnte das Rennen noch zu Ende fahren und somit zum guten Mannschaftsergebnis beitragen. Ein weiterer wichtiger Faktor für die vorzeigbaren Endergebnisse war Brosche, der es wunderbar verstand das Teamfahrzeug zu steuern und uns gleichzeitig mit frischen Getränken zu versorgen wusste. Vielen Dank dafür und auch für die Zurverfügungstellung des privaten Kfz durch Patte und die Runde Hopfenkaltschorle durch den Verkrampften!

Sport frei

Die Platzierungen im Überblick:
Tim  9. (AK 6.) , Patte  22. (AK 12.)  , Tom  40. (AK 20.)  , Stefan   57. (AK 29.)

Hartmut schnellster Senior!

Im kurzen Rennen rund um Cottbus konnte Stengel-Junior einen hervorragenden sechsten Platz einfahren. Nach einer taktischen Finesse von Schniete und Old-Stengel auf der Kopfsteinpflaster-Passage in Bagenz fand sich Eric zunächst in einer 5-köpfigen Spitzengruppe zusammen mit Fahrern vom Berlin Racing Team wieder. Leider konnte er sich aber nicht schnell genug vom Pflaster erholen und musste die Gruppe ziehen lassen. Im Zielspurt sicherte er sich dann den zweiten Platz im Feld. Schniete belegt nach viel Arbeit für Eric und Hartmut einen schönen 18. Platz.
Im selben Rennen konnte sich unser Ältester den Sieg bei den Senioren 4 sichern!

Herzlichen Glückwunsch!

Kategorien: Rennberichte

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