Beim 3. Lauf zum Lausitzcup 2014 im Rahmen des 6.Lausitz-Marathon trafen sich ca. 130 Sportler, darunter 6 Mitglieder des RSV Peitz, auf dem DEKRA Testoval im Südbrandenburgischen Klettwitz um nach den vormittäglichen Zeitfahrveranstaltungen in einem gemeinsamen Abendrennen um die Wette zu fahren. Die 5,7 km lange Runde galt es 10 Mal zu absolvieren. Topografisch wies diese Strecke keine Höhepunkte auf und auch mit fiesen Kurvenkombinationen konnte der Veranstalter nicht aufwarten, was einen Vergleich zu einem überdimensionalen Bahnrennen äußerst treffend erscheinen lässt. Dementsprechend wurde auch die Taktik der Easy-Tourer ausgelegt, die da hieß: solange wie möglich im Feld verstecken, in der letzten Runde in den Positionskampf einsteigen und am Ende auf einen Schlag alle Kohlen im Zielsprint verbrennen.

Zum Vorwärmen des Brennstoffs halfen im Verlauf des Rennens einerseits die 35 °C Lufttemperatur (um 19 Uhr Ortszeit) und das gleichmäßig hohe Tempo, welches selten unter die 50 km/h-Marke viel. Schuld daran waren hauptsächlich die Führungsarbeit der Fahrer vom Post SV Görlitz, die in fast jeder Runde schon früh begannen die Zwischensprints für Phillipp Schweichler, den Führenden in der Sprintwertung des Lausitzcups, vorzubereiten und zusätzlich die nach den Zwischensprints folgenden Attacken der Fahrer, welche das Ziel vor dem Hauptfeld zu erreichen ersonnen. Hauptsächlich waren dies Sportler des Picardellics Veloteam aus Dresden und vom  Team Tacx Racing Germany. Diese wurden jedoch aufmerksam von Fahrern des Bikekult Teams alias Rockefeller Cycling Team, vom OSC Cyclingteam Potsdam oder vom Wind, der nämlich völlig ausreißerunfreundlich von überall und nirgendwo hauchte, gekontert. Für die Easy-Tourer wurde damit offensichtlich, dass durch die beiden letztgenannten Teams ein Massensprint herbeigeführt werden sollte, was natürlich in die sehr defensive aber für dieses Rennen einzig richtige Taktik spielte, so dass der Plan sich bis zum Zielsprint aus allem so gut es möglich war rauszuhalten, voll aufging.

In besagtem finalen Schlagabtausch galt es nun auf das richtige Pferd zu setzen. Der Rennverlauf zeigte deutlich, dass die Görlitzer bereits bei den Zwischensprints die größten Reserven auf dem glatten Asphalt liegen ließen. Auch Die Potsdamer erledigten während des Rennens viel Nachführarbeit, was auch diese Option eher nachteilhaft erscheinen ließ. Da das Rockefeller Cycling Team stets auf ein geschlossenes Teilnehmerfeld bedacht war und auch eine vergleichsweise hohe Fahrerstärke aufwies, bestand hierin Option Nr. 1 für ein vielversprechendes Hinterrad. Option Nr. 2 stellte das Hinterrad eines Fahrers vom Team Biketech24 dar, die sich ebenfalls auffällig unauffällig das gesamte Rennen über verhielten.

Stengel und Tim gelang es sich an der 1000m-Marke aussichtsreich, umgeben von Favoriten auf den Sieg, unter den ersten 15 Fahrern zu positionieren. Die Initialzündung für das Finale kam dann wie erwartet von den beiden Favoriten Teams, die im Parallelflug versuchten ihre Spitzenmänner an der 200m-Marke abzusetzen. Tim konnte seine Position bei diesen Aktionen gut behaupten, begann dann aber den Sprint etwas zu spät, was letztendlich zu Gesamtrang 4 hinter Thomas Kapuste (Rockefeller Cycling Team), Christian Sonnabend (Team Biketech24) und Dirk Wettengel (Dresden, Gesamtführender Lausitzcup U40) führte. In der Altersklasse bis 30 bedeutete dieses Resultat den Sieg. Stengel fuhr einen engagierten Sprint der ihn auf Rang 9 in der Altersklasse U40 beförderte. Schniete beendete das Rennen ebenfalls sehr erfolgreich auf Position 10 der gleichen Altersklasse. Für Stefan und Christoph verlief dieses Rennen ebenso wie gewünscht, denn sie konnten das Ziel zusammen mit dem Hauptfeld erreichen und somit zum ersten Mal in dieser Saison in die Entscheidung mit eingreifen.

Bei den eine Minute nach den Jedermännern gestarteten Senioren fuhr Routinier Hartmut Stenzel trotz einiger Verwirrung um die zu fahrenden Runden gegen Ende des Rennens einen großartigen 5. Gesamtrang ein. In seiner Altersklasse U70 gewann er mit diesem Resultat.

Ein herzlicher Dank gilt Giesela für die vorzügliche Versorgung mit Kuchen und Tee nicht nur bei diesem Rennen, sondern schon während der gesamten Saison und den beiden Fotografinnen, für die Unterstützung am Streckenrand!

Die Platzierungen im Überblick:

Tim 4. (1. AK),  Eric 18. (9. AK),  Michael  21. (10. AK,)  Christoph 43. (18. AK)  Stefan 61.  (11. AK), Hartmut  5.  (1. AK)

Kategorien: Rennberichte

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