Eine große Gruppe von 10 Peitzer Radsportlern reiste in diesem März gemeinsam ins 17. Bundesland um sich bei vermeintlich schönem Wetter auf die kommende Rennsaison vorzubereiten. Zugleich diente die Zusammenkunft dazu, die neue Peitzer Jedermann-Renngemeinschaft „Easy-Tours Cycling Team“ offiziell ins Leben zu rufen, denn der Hauptsponsor Markus Hess und sein gleichnamiges Radtouristik-Unternehmen sind ebenfalls in dieser Jahreszeit auf der Balearen-Insel beheimatet. Neben vielen organisatorischen Dingen wie der Planung von Rennterminen, der Einnahme von Frühstück, Abendbrot und den unverzichtbaren Elektrolythaushalt-regulierenden Gerstensäften wurde natürlich auch trainiert. Dies geschah unter der professionellen Anleitung von Inselkenner und Touren-Guide Patrick Wolfrum, der nun schon im neunten Jahr das Eiland unsicher macht. Leider spielte das Wetter in der betreffenden Woche nicht so mit, wie man sich das für diese Region des Erdballs vorstellen würde, was dazu führte, dass wir schon am zweiten Trainingstag verspätet auf die Runde durch das mallorquinische Hinterland starteten. Jene regenbedingte Verspätung war dann auch das essentielle Glied in der Verkettung weiterer unglücklicher Umstände, die im Endeffekt dazu führten, dass ein mit einer spanischen Familie besetztes Auto just in dem Moment als unsere Gruppe von fröhlichen Radlern die Landstraße in Richtung Sa Coma entlang kullerte, den selben Meter dieser Straße nutzte. Der Impuls des Kleinwagens reichte zum Glück nicht aus, um jemanden aus der Gruppe ernsthaft zu verletzen. Glück im Unglück… Auch am dritten Trainingstag musste regenbedingt improvisiert werden, was uns in Richtung Cap de Formentor führte. Dort wurde in Erwartung des bevorstehenden Niederschlags, der sich aus Nordosten näherte, solange am Berg trainiert, bis die ersten Tropfen vielen, um dann so schnell wie möglich mit Rückenwind, vor der Wolke flüchtend, die Heimkehr ins Hotel nach Playa de Muro anzutreten. Die fehlenden Kilometer dieses Tages veranlassten uns dazu, nachdem das Tiefdruckgebiet zunächst abgezogen war, am anschließenden Ruhetag eine gemütliche Runde von 60 km zu fahren. Bekanntlich folgt nach der Ruhe der Sturm, deshalb stand am darauffolgenden Tag die Königsetappe mit Anstiegen wie Valdemossa, Port de Valdemossa und Puig Major auf dem Plan. Und wie das mit Regen in den Bergen nun mal so ist, fällt dieser in gewissen Höhen gefroren auf den Boden, sodass wir am Puig angekommen die weiße Pracht, die uns in der Heimat in diesem Winter verwehrt blieb, bei 7 Grad Lufttemperatur und steifer Briese bewundern konnten. Zusätzlich zur Rundenlänge von 185 km führten an diesem Tag zwei Reifenpannen dazu, dass wir erst im Dunkeln ins Hotel zurückkehrten. Die letzte Trainingseinheit brachte uns dann mit einer Rundenlänge von 120 km in das schöne Örtchen Petra, wo wir in einem gemütlichen Café bei frischen Orangen und Serrano-Baguette vor den kalten Windböen an diesem Tag flüchteten. Trotz eher miserablem Wetter konnten wir somit einigermaßen gut trainieren und hoffen nun, dass die zu erwartende Form baldigst ihren Weg in unsere Beine findet. Nicht zuletzt hat daran auch Heilpraktiker Bernd Schulze aus Peitz seinen Anteil, der uns während der gesamten Woche vorzüglich mit klassischen und Akkupunkt-Massagen betreute. An dieser Stelle im Namen aller Beteiligten ein besonderer Dank für deine geopferte Freizeit, Bernd!


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